Berichte aus Formentera

Formentera - im Herbst 2012

Diemal sind nur am Verein "interessierte" Leute mit, davon surfen drei. Das Wetter ist wunderbar, Formentera ist wunderbar.

im Herbst 2011

4 Vereinsmitglieder sind da - Surfen ist die ganze Woche möglich. Diesmal kein Sturm, die  Wet4fun Station ist mit 5 Leuten besetzt.

Abgesehen vom Windmangel gibt es keine Probleme.  M. surft auf die Insel zu. Sie schreit : " Was mach ich denn jetzt?" "Halt dich an der Boje fest, dann richte dein Bord aus und surfe wieder los." "Ist keine Wind mehr da, was mache ich denn jetzt?" "Abwarten" Ich warte an der 25 Meter entfernten Boje. "Ich will jetzt aber hier weg." "Abwarten".

 

 

Es gab auch ruhige Tage

Formentera – Oktober 2010

 

3 Tage Sturm – 4 Tage Karibikfeeling

Wind bis zur Windstärke 6

Wieder Karibikfeeling pur

 

Ina schreibt:“ Es wird alles so sein wie letztes Mal.

Nein – Überfahrt anders

Nein – Wetter anders

Nein – Wind anders

Nein – Insel kennenlernen inbegriffen

 

 

Nichts ist so wie letztes Mal- also fast nichts.

Bei der Überfahrt von Ibiza nach Formentera dürfen wir draußen stehen. Nein, die Kabinentüren werden wegen der hohen Wellen und des Windes nicht geschlossen und wir brauchen keine Angst haben, dass die Koffer nass werden. Und Marc und Martina sagen nicht, dass ihnen schlecht ist. Erst fünf Minuten vor der Ankunft sagt Martina: „ Jetzt reicht`s aber“.

Nein, wir haben die Windsurfstation nicht für uns – gleichzeitig findet die Catmania statt und bis zu 5 Mitarbeiter von wet4fun laufen dort rum.  Und alle Leute, die Cat segeln wollen.

 

Trotz der hohen Wellen probiert Martina zu surfen und siehe:“Sie kann es“. Marc kommt ins Gleiten. (toll, dass Sturm ist)

Walter von wet4fun will immer noch, dass ich mit 20 Frauen anreise. Damit die Frauen das bezahlen können, könnten sie ja in einer Frühstückspension wohnen. Doch das ist nicht das Teure an Formentera. Teuer sind die Flüge. Also: Jede, die mitkommen will, sollte versuchen, so früh wie möglich zu buchen und vielleicht auch über einen Flughafen einzureisen.

 

Wet4fun wurde diesmal noch mehr dem Namen gerecht. Montag und Mittwoch stehen wir im tropfenden Container. Ich gehe gleich im Windsurfanzug ins Hotel zurück, sind zwar alle Schuhe nass, aber die meisten Klamotten bleiben trocken

 

 

 

 

 

 

 

Unsere erste Silversurferreise nach Formentera 2009

Eigentlich meinen meine beiden männlichen Begleiter, ich hätte die Silversurfers  „Goldengirls“ nennen können. Gut, bei einem 14jährigen, bald 15 und einem anderen gerade 31 geworden, muss ich wohl nicht sauer werden. Und meine erste Vereinssurferin  sieht  auch aus wie 20! Nun das sind die Teilnehmer der ersten Vereinsreise: eine Lehrerin, drei Teilnehmer. Männliche Überzahl! Eindeutig. André haben wir mal so eben adoptiert – er  buchte Es Pujols, um zu surfen- Die Surfstation war schon geschlossen. Walter ließ mich machen– ich bot André also an, dass er mit uns surfen könne.

Ein Glück, Walter und Stevie sind auch noch da! Walter ist der Besitzer der vier Surfschulen auf Ibiza und Formentera und Stevie ist sein Helfer. Am vierten Tag düst die erste „Silversurferfrau“ munter bei Windstärke sieben bei ablandigem Wind ins offene Gewässer (Ibiza kann man sehen, das war ihr kein Trost). Ich schicke ihren Sohn Marc mit dem Kajak hinterher, damit er das Surfbrett nimmt und sie den Kajak. Leider ist sie noch nicht entnervt genug und will nicht tauschen! Die Bojen sind so nah- sie kann sich an ihnen ans Land ziehen. (Zwischen den Bojen hängt die „Rettungsleine“). Geht nicht – Panik.  (und ich habe vergesssen zu erwähnen, dass das eine Rettungsmöglichkeit ist. Asche auf mein Haupt). Nach der Kajakrettungsaktion ist sie noch weiter weg – aber  (zum Trost für die Leserinnen) immer noch in der Bucht. Ich surfe mit einem klitzekleinen Dreiersegel und einem Tampen hin, sie zu holen. Ich binde sie mit Material hinten fest und surfe los. Ich dachte, ich würde jetzt bei Windstärke 7 lossurfen – aber nein. So langsam bin ich lange nicht gesurft. Mühsam bewegen wir uns Richtung Roca Bella, einem Hotel westlich der Bucht. Mein Plan ist dort auf den Steinen zu landen, meine Schülerin zu Fuß weiterzuschicken und selbst zurück zu surfen. Aber ich kann mit einer Person  im Schlepptau nicht wenden und gewinne keine Höhe.  Egal -, wenn ich allen meinen Schülern immer wieder sage „nicht bei ablandigem Wind halsen „ (du verlierst Raum – also beide treiben weiter nach Ibiza)- ich halse und wir bewegen uns nun in die andere Richtung, glücklicherweise an der Seeigelinsel vorbei auf die Mittelinsel zu.

Mittlerweile stehen  am Strand alle Menschen auf – Standing Ovations- sogar am Café. Schade, ich höre nichts …. (bekomme aber hinterher zwei Espressi von meiner Schülerin ausgegeben- wohlgemerkt, es gibt ein glückliches Danach). Wir landen auf der Mittelinsel. Die Menschen am Strand sind erleichtert!  (wir erst! ) Martina  lässt Bord und Segel auf der Insel, wandert über die Insel, schwimmt (sie hasst es über Algen schwimmen) zurück. „Ich surfe nie wieder“, ist ihr erster Satz.

Während meiner Rettungsaktion machen sich Stevie und André im Kajak auf den Weg, Bord und Segel zu retten, eigentlich ja auch die Schülerin, aber die ist ja schon da. Leider weiß Stevie nicht, dass André auch noch nicht so lange surft – er sage ihm, er solle  das Material zurücksurfen. André fällt rein, treibt ab (wohin – nach Ibiza, nun im offenen Teil …) und gelangt auch noch beim Anfahren des Kajaks unter das Segel – Panik auch bei André. Irgendwie schafft er es ins Kajak zu kommen und  beide paddeln und paddeln – über eine Stunde.  Mittlerweile macht Walter das Motorboot klar–als wir versuchten es zu starten  vergaßen wir den Benzinkanister (ich fragte mich  und Martina sowieso, wo das Benzin im Schlauchboot war). ….

Keine Sorge – Martina gab nicht auf – sie surft weiter und steht jetzt wunderbar auf dem Brett – auch mit großen Segeln.

Wie war die erste Silverwindsurferinnenreise sonst noch?

Sommerwetter, Karibiklicht und – wasser, eine ganze Surfschule nur für mich mit Jobangebot (Stationsleitung für 2500€ im Monat oder Kauf aller vier Surfschulen für 400 000 €). Und M.  hat natürlich den Grundschein!!

Unser Werbungsbild – mit den Restmitgliedern des Vereins (das müssen wir unbedingt noch mit den Silversurferinnen machen).

So, damit Ihr  zukünftigen „Silversurferinnen“, nicht den falschen Eindruck bekommt

Wir waren ja 8 Tage da und der oben beschriebene lag genau in der Mitte, hier der Gegenbericht

 

Liebe Marlene,

also hier noch mal die Bestätigung der schönen Zeit auf Formentera. Sicherlich nicht mit den gleichen Worten, aber mit denselben positiven Eindrücken dieser wunderbaren Tage, die sich tief in meinem Herzen und meiner Seele verankert haben. Diese belebenden Momente gaben und geben mir neue Kraft und Energie und  lassen mich den Alltag mit all seinen Tücken ganz gut bewältigen.

Trotz großer Traurigkeit vergangener Wochen konnte ich abschalten, das manchmal türkisfarbende Wasser und den warmen, weichen Sand genießen, mit netten Menschen plaudern und lachen und einfach die Seele baumeln lassen. Nicht eine Träne wurde geweint. Trübe Gedanken waren in Berlin zurückgeblieben.

Mein Ehrgeiz hat mich sicherlich zeitweilig überrannt und auch der Ton war nicht immer richtig, aber mich überkam panische Angst vor dem Abtreiben oder die Wut, das Board nicht mit einer gewissen Leichtigkeit steuern zu können, wie ich es mir sehnlichst wünschte und bei meinem eigenen Sohn (mit 14, fast 15) sah.

Geträumt hab ich schon, dass mir  die Tage auf Formentera gefallen werden. Aber oft sind die Erwartungen zu hoch und manchmal die Enttäuschung dann groß. In diesem Fall wurde meine Phantasie von der Realität sogar übertroffen. Es war ein herrlicher Urlaub und wir hatten viel Spaß. Selbst schuld kann ich nur sagen, wer sich diese sonnige Auszeit, aus welchen Gründen auch immer, verwehrt hat. Ich bin froh, dass wir nur eine kleine und beschauliche Gruppe waren, die aber wunderbar harmonierte. Diese Zeit wird niemals wieder so exklusiv und damit so großartig wiederholbar sein. Denn wenn 10 Frauen im blauen Meer herum dümpeln, 10 Damen und jede will etwas anderes, ob zu Wasser oder an Land, dann ist es vorbei mit der Beschaulichkeit unseres kleinen Teams, welches nur von wilden Rufen erschüttert wurde: MAAARLEEENE

Ich habe Dir aber vor Beginn der Reise gesagt, wie anstrengend ich sein kann. Aber es ist niemals böse gemeint. Ich entschuldige mich, falls es doch mal zu ruppig meinerseits war. Ich hoffe, dass ich mich mit meiner eventuellen Liebenswürdigkeit, humorvollen Art oder wie auch immer, dennoch beliebt machen konnte oder bleiben kann. Denn ich weiß, dass ich manchmal sehr anstrengend sein kann. Auf jeden Fall DANKE DANKE DANKE an eine geduldige Lehrerin, die ruhig auch mal schreien darf. Auf dem Wasser, wohlgemerkt.

Als Prototyp dieses Damen-Surf-Vereins würde ich sagen, nicht immer Learning bei Doing. Vielleicht sollten die Damen erst in Theorie geschult werden. Dann hat man mehr Gefühl, was das Segel und den Wind betrifft. Und besser ist wirklich ein Vorsegler, dem man nachfahren kann, auch wenn es nicht immer geht, aber abgucken und versuchen nachzumachen ist nicht verkehrt. Das sind nur kleine Verbesserungsvorschläge. Hoffentlich sind es nicht allzu viele Damen, die auf die glorreiche Idee kommen, diese grandiose Insel zu bevölkern. Nein, Quatsch. Ich wünsche Dir natürlich, dass alles so läuft, wie Du es Dir vorstellst.

Es war auf jeden Fall überragend, um es mal wie mein Sohn auszudrücken. Ich werde gern an diese Zeit zurückdenken und freue mich auf Oktober. Schnurzpiepegal, wie viel Frauen mitkommen, Hauptsache Du, mein Sohn und ünsa lüba Saxe. Das wäre wirklich ÜBERRAGEND.

Bis bald
Ganz liebe Grüße Martina